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Australien I - Melbourne bis Gold Coast

Wir verließen Neuseeland mit einem weinenden Auge, aber waren auch bereit für Neues. Abgesehen davon konnte man bei der Aussicht auf Australien auch gar nicht lange traurig sein. Next Stop: SYDNEY!


Aber zuerst müssen wir noch von unserem Abstecher nach Melbourne im Jänner berichten. Als uns noch zuhause bewusst wurde, dass wir zum Zeitpunkt der Australien Open (AO) in der Nähe sein würden, war für uns klar, dass wir diese once-in-a-lifetime-Chance nützen müssen. Wir haben uns daher Tickets für einen Achtelfinalspieltag gekauft, natürlich in der Hoffnung, Dominic Thiem zu sehen. Dazu müsste er aber einmal gut spielen, obwohl René vor Ort ist… ;)


Um auch noch etwas von Melbourne zu erleben planten wir, für 3 Tage in der Stadt zu bleiben. Australien, das seit Juni 2019 von schrecklichen Buschbränden heimgesucht wurde, konnte ein paar Tage bevor wir in Melbourne ankamen aufgrund von Regenfällen endlich zum ersten Mal aufatmen. Der erste Tag in Melbourne war reserviert für Sightseeing, flanieren und die besten Public-viewing-Spots zu finden. Was einem in Melbourne sofort ins Auge sticht sind die wunderschönen Graffitis, die quasi überall zu sehen sind. Kulinarisch gesehen gibt es auffallend viele vietnamesische Restaurants (nomnom! ;)) und bei der Stadtführung erfuhren wir, dass die Melbourner echte Kaffeeliebhaber sind und viel Wert auf guten Kaffee legen. Die gesamte Gruppe musste dem Tourguide sogar versprechen während des Aufenthaltes in Melbourne, keinen Starbucks zu betreten. Hätten wir sowieso nicht vorgehabt und trotzdem haben es Melbourne‘s Coffeeshops verdient zu erwähnen, dass wir dort wirklich keinen einzigen schlechten Kaffee getrunken haben und jeder der mich kennt, weiß, dass das schon ein großes Kompliment ist.



Nach der Stadtführung musste ich das erste Mal seit Langem eine kleine Shoppingtour einlegen, für ein Tennisturnier braucht man schließlich einen Hut! René machte sich in der Zwischenzeit auf die Suche nach einem Ort, an dem wir gemütlich die Abendpartien der AO anschauen konnten. Lange suchen musste er dafür auch gar nicht, denn man kann sagen: die ganze Stadt lebt die AO! Am Federation Square mitten in der Stadt waren hunderte Liegestühle aufgestellt und Teppiche ausgelegt, die dazu einluden Tennismatches gemeinsam anzuschauen. Nach einem wunderbaren Abendessen im chiquen Chinchin Melbourne (danke Christina und Gabriel! :*) wartete auf uns die Krimipartie Nadal – Kyrgios, die wir gemeinsam mit vielen Australiern auf dem Fedsquare verfolgten.



Am nächsten Tag war es dann soweit und wir durften in den Melbourne-Park hinein. Das Areal ist riesig und reicht über 3 große Arenen für die Matches der Topspieler, vielen kleinen Tennisplätzen, auf denen die Spieler über den Tag verteilt trainieren, das Juniorturnier und die Doppelpartien ausgetragen wurden sowie Grünflächen mit Leinwänden für public viewing und vielen Bars & Foodtrucks. Besonders gefallen hat uns, dass man an die Trainingsplätze ganz nah ran durfte. So konnten wir Stan Wawrinka, Rafa Nadal, Roger Federer und Dominic Thiem beim Training zusehen und sogar beobachten wie noch spezielle Moves für die anstehenden Partien trainiert wurden.



Um 13:00 Uhr startete unsere Partie in der Rod Laver Arena (Center Court): Djokovic – Schwartzmann. Fast alle der knapp 15.000 Sitzplätze waren besetzt. Die Stimmung in der Arena war super. Wir hatten gute Sicht auf das Spielfeld. Die Partie war spannender als der Spielstand es vermuten lassen würde (3:0 für den Djoker), Schwartzmann kämpfte sich immer wieder zurück ins Spiel und verteidigte wie eine Maschine gegen den Titelverteidiger. Währenddessen wurde der Spielplan für den nächsten Tag bekanntgegeben. Thiems Partie gegen Monfils wurde auch in die Rod Laver Arena gesetzt. Wir mussten nun schnell reagieren, da nur noch ein paar freie Karten verfügbar waren. Wahnsinnig schwer ist uns die Entscheidung dann aber nicht gefallen. Dominic brauchte schließlich österreichischen Support am Center Court! ;) …und wie man gesehen hat, hat es gewirkt. Thiem : Monfils 3:0 – yesso!!



So aber nun kommen wir endlich zu unserem Roadtrip von Sydney nach Brisbane samt den Inselzuckerln Faser und Whitsunday Islands.


Wir kamen mit gut 12 Stunden Verspätung in Sydney an, da unser ursprünglicher Flug von Christchurch nach Sydney aufgrund von „sudden crewsickness“ (plötzlicher Krankheit des Flugpersonals) gecancelt werden musste. Damals (17.2.) haben wir noch mit einem Augenzwinkern gesagt, ob sie sich vielleicht mit dem Coronavirus angesteckt haben…naja jedenfalls führte die Verspätung dazu, dass gerade mal ein Tag übrig blieb für Brunch (weil in jeder Stadt ein Muss ;)), Sightseeing und ein Abendessen mit meiner Freundin Mary und ihrem Mann Mick, die in der Nähe von Sydney leben. Wir hatten ein unglaubliches Glück mit dem Wetter! Wieder einmal hatte es die Tage vor unserer Ankunft stark geregnet. Wir gingen also die Klassiker ab, Botanical Garden, Opera House, nahmen die Fähre nach Kirribilli und gingen über die Harbour Bridge wieder zurück ins Stadtzentrum. Nach einem kurzen Abstecher auf einem Rooftop-Pub entschlossen wir uns zum Bondi-Beach zu fahren. Mary und Mick führten uns am Abend zu ihrem Lieblingsvietnamesen aus und zu guter Letzt bekamen wir sogar noch eine private Stadttour von Mick, der uns mit seinem Auto noch die schönsten Aussichtspunkte der Stadt bei Nacht zeigte.



Am nächsten Morgen holten wir unseren neuen Campervan – Joe (Mollys älterer Bruder sozusagen). Als wir den ersten Blick hineinwerfen durften staunten wir, denn wir hatten einen Kühlschrank, einen Babyventilator und in der Fahrerkabine war sogar ein USB-Stecker fürs Handy. Was für ein Upgrade! Rasch warfen wir unser Gepäck in den Van, hüpften selbst hinein, sorgten für einen guten Sound und wussten, dass dieser Roadtrip schon einmal die besten Vorzeichen hatte, legendär zu werden. Es ging erstmal entlang des Pacific Highway, beinahe auf direkten Weg nach Byron Bay. (Einmal abgesehen vom obligatorischen Stop bei der Big Banana in Coffs Harbour… ;))


Byron Bay ist 770 km von Sydney entfernt und wird oft als Surferparadies der Ostküste bezeichnet. Die Surfvibes in Byron Bay sind definitiv auf uns übergeschwappt und wir haben bei unserer Abreise beschlossen an unserem nächsten Stop an der Gold Coast, die Sache mit dem Wellenreiten anzugehen. Wir bekamen einen Geheimtipp, die Surfschule von einem ehemaligen Surfprofi – Dave Davidson, der in der Rainbow Bay "hängen geblieben ist und die Leute perfekt in die Wellen schupft“. Das war genau das was ich brauchte! Das Wetter war so lala, bewölkt und ab und zu Sprühregen. Dies war jedoch für den Surfspaß überhaupt kein Problem. Als ich mich ins Surfoutfit schmiss, entschied René auch kurzerhand sich ein Board bei Dave auszuleihen und selber zu versuchen, seine vor Jahren erlernten Surffähigkeiten wieder aus sich herauszulocken. Mir stand währenddessen erst einmal eine Runde Trockentraining bevor und nun wurde mir auch klar, dass ich wohl die einzige Schülerin dieser Surfstunde sein würde. Personaltraining beim Profi also - so ein Glück muss man einmal haben! Kurz nachdem mir die langsame Aufstehtechnik erklärt wurde („Hand-Knee-Foot-Foot“), musste Dave nochmal schnell zu seinem Truck, weil 3 weitere Jungs Surfequipment ausleihen wollten. Ich war froh um die extra Zeit und übte quasi in einer Endlosschleife den slow-way-up. Als Dave zurückkam lachte er und sagte, dass ich mir meine Kräfte besser fürs Wasser aufgespart hätte…wir trugen also mein Surfbrett Richtung Meer und es folgte eine Stunde unglaublicher Spaß im Wasser. Das mit dem in die Wellen schupfen hatte Dave wirklich gut drauf und seine Tipps waren sensationell. Auch wenn man in einer Stunde natürlich nicht (nicht einmal bei Dave Davidson) surfen lernt, wurde meine Motivation diesbezüglich wieder richtig angeheizt. Mal schauen, wann sich die nächste Gelegenheit ergeben wird...



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