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New Zealand V - Rotorua und Hobbiton

Updated: Dec 15, 2019

Wir geben es zu, wir mögen unsere Molly schon sehr gern! Anfang der Woche haben wir daher beschlossen mal wieder etwas weiter mit ihr aus Auckland wegzufahren und die Gegend rund um Rotorua zu erkunden.



Rotorua gilt jedenfalls als Must-see auf der Nordinsel und ist circa 3 Stunden von Auckland entfernt. Die Gegend ist vor allem bekannt für die geothermische Aktivität und die vielen Extremsportarten, die man dort erleben kann.

Als wir begonnen haben für unseren Wochendtrip zu recherchieren, waren wir dennoch überrascht, wie viele verschiedenen Dinge man dort unternehmen kann. Wandern, biken, sight-seeing, in natürlichen Hot-Pools baden, rafting, wellnessen...da musste ein straffer Zeitplan her, schließlich war für Sonntag auch noch Regen angesagt.


Da das Sportprogramm natürlich nicht zu kurz kommen durfte, wurde Samstag zum Sporttag erklärt. Wir starteten im Whakarewarewa Forest (Redwood Forest), wo wir uns zunächst beim Radverleih Mountainbikes ausliehen. Etwas planlos standen wir dann vor der Karte mit 150 km Mountainbike-Strecke! Das bemerkte auch gleich die Mitarbeiterin des Radverleihs und stellte uns netterweise eine Route ("ladylike") zusammen. Na dann konnte doch eigentlich nichts mehr schief gehen, wir treteten los und stürzten uns in den ersten Trail "Yellow Brick" in der zweiten Schwierigkeitsstufe von fünf (Beginner). Für mich Challenge genug. Als ich dies René mitteilte sah ich, dass seine klitzekleine Hoffnung mit mir einen der Experttrails (Stufe 4) runterzurauschen gerade schwand. Es dauerte dann noch knapp eine halbe Stunde bis ich mir das Schienbein verletzt hatte (nicht am Trail und nicht einmal beim Fahren - HOPPALA :P) Das war der Moment, an dem ich endgültig entschieden hatte, dass mir Bodenkontakt unter meinen beiden Füßen lieber ist. Ich gab also vorzeitig mein Mountainbike zurück, holte meinen Laufrucksack aus dem Auto und machte mich laufend auf den Weg, den Wald zu erkunden. René hatte nun keine Zeit mehr zu verlieren und fuhr einen Großteil der Trails der Stufe 3 (Intermediate) ab. Als wir uns gut eineinhalb Stunden später wieder beim Parkplatz trafen, waren wir jedenfalls beide glücklich :)



Sportprogramm Nummero 2: Rainbow Mountain. Unser Glück ist in diesem Fall, dass Neuseeland so flach ist, dass man in knapp einer Stunde auf einem Berg oben sein kann...Die Aussicht war schön, leider war das Wetter etwas diesig. Das Bier am Abend hatten wir uns aber spätestens jetzt verdient ;)


Noch war es jedoch zu früh für Bier, daher fuhren wir noch zu einer der geothermalen Wunderquellen - Wai-O-Tapu. Die heiße Quelle trifft an einer Stelle mit dem kühlen Fluss zusammen, weshalb sie sich besonders gut zum Baden eignet.



Nachdem wir unsere Energiespeicher wieder etwas aufgeladen hatten, haben wir uns auf den Weg zu unserem Camping Platz gemacht, der am Stadtrand der Stadt Rotorua gelegen ist. Rotorua ist ein nettes kleines Städtchen, das uns schon am Vorabend mit außergewöhnlich vielen guten Restaurants überrascht hat. Den Samstagabend ließen wir mit Pizza ausklingen und ich muss zugeben sie war sogar überraschend gut ;)


Am Sonntag fuhren wir nach dem Frühstück zum Geothermalpark Wai A Tapu. Es handelt sich um einen Park, der aus vulkanischer Aktivität entstanden ist und als die bunteste und vielfältigste geothermische Sehenswürdigkeit in Neuseeland gilt. Das touristische Highlight des Parks der Lady Knox Geysir, der jeden Tag um 10:15 Uhr mit einer chemischen Lösung zum Eruptieren gebracht wird, haben wir spontan ausgelassen, damit wir den Park ungestörter erkunden konnten, während die Massen das Spektakel beobachteten. Die Landschaft des Parks zeigt sich sehr bunt und fast ein bisschen mystisch - man hat das Gefühl, einen Einblick ins Erdinnere zu bekommen: man spürt die Wärme und an vielen Stellen dampft oder blubbert es.




Danach entschlossen wir uns spontan nach Hobbiton zu fahren. Das grüne Farmland rund um die Stadt Matamata in der Region Waikato diente als Kulisse für das malerische Auenland, in dem auch das Dörfchen Hobbiton zu finden ist. Dieses wurde zunächst für den ersten Teil der Verfilmung der Herr der Ringe Trilogie aufgebaut und danach wieder abgebaut. Für die Verfilmung der Hobbit Trilogie wurde es erneut aufgebaut und wird heute dauerhaft als Touristenattraktion genutzt. Wir hatten keine Vorstellung davon wie überlaufen diese Attraktion ist...im 10-20 Minutentakt werden Gruppen durch den Park geführt. Es war dennoch kein Problem, spontan ein Ticket für uns beide zu ergattern. Also ging es gleich los mit unserem Ausflug ins Auenland. Selbst für mich (TEAM Harry Potter) war es ein schönes Erlebnis. Ich ließ mir von René (TEAM Herr der Ringe) erklären, dass die Filmkulisse sehr filmgetreu gehalten wurde. Trotz der vielen Menschen wird man nicht durch das Gelände gehetzt, sondern hat genug Zeit, die Hobbit-Häuser und Gärten zu betrachten.





Von Hobbiton aus ging es wieder zurück nach Auckland. Es war mal wieder ein erlebnisreicher Ausflug und eine feine Auszeit vom Stadtleben.

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