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New Zealand II - Team Chip and Chap NZ

Updated: Nov 22, 2019

Wie sieht man möglichst schnell möglichst viel von einer Stadt?


Es gibt natürlich unterschiedliche Herangehensweisen. Eine ist, der lauffanatischen Freundin zum Geburtstag einen Startplatz beim Auckland Marathon zu schenken und sich selbst auch gleich anzumelden. So kam es also, dass René und ich knapp eine Woche nachdem wir in Auckland angekommen sind, am Weg zum Start des Auckland Halbmarathons waren.


04:00 der Wecker klingelt (dass der Start so früh sein würde, war dem Anmelder glaube ich nicht bewusst ;)) - wir quälen uns aus dem Bett und machen uns lauffertig. Schnell löffeln wir noch ein bisschen Porridge und dann geht's auch schon los. Wir treffen meine Freundin Mirijam in der Stadt, nehmen dann gemeinsam die Fähre von Auckland City nach Devonport und werden zum ersten Mal an diesem Tag belohnt mit einer gewaltigen Aussicht auf die Skyline von Auckland.


In Devonport angekommen, kommen wir gerade rechtzeitig, um den Start des Marathons zu sehen. In 50 Minuten würden wir dran sein. Die Aufregung steigt langsam...wir geben noch unsere Turnbeutel mit Wechselkleidung ab und gehen zum Startbereich, wo René und ich uns bei dem 2:00 Stunden Pacemaker anstellen. Kurz nach dem Startschuss habe ich René schon aus den Augen verloren. Ein paar Momente später sehe ich ihn noch 15m vor mir davonflitzen.


Das Rennen startet in Devonport, das auf der anderen Seite der Harbourbridge ist. Der Aucklandmarathon ist aus diesem Grund dafür bekannt, hügelig zu sein und die Strecke hält auch was sie verspricht. Das ist für uns Trailläufer auch eigentlich kein Problem, sondern macht das Rennen sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Wir laufen also auf und ab und gerade als ich beginne in den Laufflow zu kommen, gelangen wir...zur Autobahn. Es folgen 6 km auf einem Fahrstreifen der Autobahn, der während des Laufs für Autos gesperrt ist. Nichtsdestotrotz blasen die Autos neben einem gerade so vorbei. Was sich am Anfang noch ganz interessant angefühlt hat, wird ziemlich bald ziemlich eintönig und die kommenden KM beginnen sich immer mehr zu ziehen. Gut, dass bald die Habourbridge da ist. Ich weiß, dass dies der letzte Anstieg sein wird, der noch bezwungen werden muss. Auf diese Situation bin ich Dank der HILLS-Dienstage (Danke Krew! :*) zuhause optimal vorbereitet...voller Energie kann ich noch den einen oder anderen Auckländer überholen, von denen die meisten nur mehr gehen und schon war ich oben. Ich laufe die andere Brückenhälfte hinunter und sehe schon bald das 17 km Schild. Mir ist spätestens jetzt klar, dass ich ins Ziel kommen würde und ich auch mein Mindestzeitziel von sub 2h schaffen werde. Ich denke kurz daran, wo René gerade ist. Da stehen plötzlich junge Rugbyspieler auf der Strecke und verteilen Gummibärchen. Nehme ich - ich brauche Zucker! :) Es stehen immer mehr Menschen am Streckenrand, die einen quasi ins Ziel, das im Victoria Park ist, tragen.


Dort angekommen bin ich einfach nur glücklich! Glücklich, gesund im Ziel zu sein und so viel Spaß während dem Rennen gehabt zu haben...und vor allem nicht noch einmal so weit laufen zu müssen ;) ich schnappe mir ein Powerrade und verlasse den Zielbereich. Wo ist René? Kurz danach steht er schon hinter mir, ein paar Minuten später gesellt sich auch Mirijam zu uns. Nach einem kurzen Powernap im Gras, sind wir nun bereit für Burger, Pommes und vielleicht ein, zwei Bier!

ASB Auckland Marathon - Barfoot & Thompson Half Marathon 20.10.2019

René: 1:44

Laura: 1:57


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