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New Zealand VI - Northland

Wir haben die Gelegenheit letzte Woche genutzt, dass die Schule am Donnerstag schon um 15:00 Uhr anstatt um 18:00 Uhr zu Ende war, haben Molly abgeholt und sind einen Tag früher ins Wochenende gestartet. Es ging Richtung Norden, zuerst in die Gegend rund um Whangarei, dann weiter Richtung Bay of Islands und schließlich ganz hinauf in den Norden bis zum Cape Reinga. Es war sicherlich der eindruckvollste Trip bis jetzt, aber alles der Reihe nach :)


Tag 1 - Whangarei (Gesprochen: Fangarei)

Am Programm stand eine kleine Wanderung auf den Mount Manaia. Ein schöner Start, um unser Wochenende in der Natur zu beginnen. Wieder einmal war es auffallend in welch gutem Zustand der Trail war.



Nächster Stop Abbey Caves. Was ist besser als eine Höhle? 3 Höhlen - ist ja klar! ;) Die drei Höhlen liegen auf einem kleinen Rundwanderweg. Die Erkundung der unberührten Höhlen war abenteuerlich, mit einigen Glühwürmchen und noch mehr Stalaktiten.



Wir fuhren nun weiter Richtung Norden. Wir entschieden uns in Paihia einen Campingplatz für Molly und uns zu buchen. Paihia gilt als ausgezeichneter Ausgangspunkt, um die Bay of Islands zu erkunden. Es ist ein kleines Städtchen, das direkt am Meer liegt und eine gute Auswahl an Restaurants bietet. Nachdem wir beim Campingplatz eingecheckt hatten, haben wir noch die letzten Sonnenstrahlen am Strand genossen (+ René hatte seine Meerpremiere!) und haben dann den Abend gemütlich in einem Restaurant am Wasser ausklingen lassen.


Tag 2 - Bay of Islands und Sanddünen

Es gibt zahlreiche Wasserfälle und kleine Wanderungen in dieser Gegend. Alle klingen gut, keine herausragend. An diesem Tag sollten wir herausfinden, dass Neuseeland ein Land der Untertreibungen ist. Wir entschieden uns für den Rainbow Wasserfall und den Baby-hike zum St. Paul's Rock.


Die Rainbow Falls sind ein 27m hoher einstufiger Wasserfall am Kerikeri River. Hört sich nicht wahnsinnig spektakulär an, der Anblick hat uns dann aber doch überzeugt und eingeladen dort ein Weilchen zu verweilen, um dieses Naturschauspiel zu bestaunen.



Weiter ging es Richtung St. Paul's Rock. Die Wanderung war mit 20 Minuten angeschrieben. Wie hoch kann man in 20 Minuten kommen? Unsere Erwartungen waren überschaubar. Wieder einmal wurden wir eines Besseren belehrt. Bereits der erste Schulterblick nach 10 Minuten brachte uns zum Staunen. Es offenbarte sich ein Anblick von tiefblauem Meer mit grünen Inselspots. Wir wollten uns eigentlich jetzt schon gar nicht mehr umdrehen. Die Aussicht auf einen noch schöneren Ausblick von ganz oben ließ uns dann aber doch gleich weitergehen...oben angekommen genossen wir trotz mäßigem Wetter den bisher schönsten Ausblick auf unserer Reise.



Wir fuhren weiter in Richtung Nordwesten. Der Vater eines Freundes hatte uns empfohlen bei einem Fish & Chips Restaurant in Mangonui stehen zu bleiben. Für solche Tipps sind wir immer sehr empfänglich... ;)


#nomnom


Unser nächster Stopp sollte der nördlichste Campingplatz in der Nähe des Cape Reinga werden. Das Cape Reinga (Maori: Te Rerenga Wairua) ist der nördlichste Punkt Neuseelands. Er spielt in der maorischen Mythologie eine große Rolle. "Te Rerenga Wairua" bedeutet den Sprungplatz der Geister. "Reinga" steht für die Unterwelt. Beides bezieht sich auf den Glauben, dass das Cape der Punkt ist, an dem die Geister der Toten in die Unterwelt eintreten. Der Mythologie zufolge reisen die Geister der Toten nach Cape Reinga auf ihrer Reise zum Jenseits, um von der nördlichsten Landzunge in die Unterwelt abzusteigen und in ihre traditionelle Heimat Hawaii zurückzukehren.


Auf dem Weg dorthin erlebten wir jedoch noch die Überraschung des Wochendes schlechthin. Wir fuhren der Straße des Highway 1 entlang und waren bereits tief beeindruckt von der malerischen Landschaft des Nordens als wir ein Schild sahen auf dem stand "Dunes 3 km". Wir bogen ab und fuhren der Straße entlang bis wir plötzlich riesige Sanddünen vor uns sahen. Wir konnten es kaum glauben. Als wir begannen die Dünen zu besteigen waren wir immer noch völlig fassungslos. Wie viele verschiedenen Landschaften hat diese Land noch zu bieten? Auf einer Düne angekommen, erblickte ich einen Container und wir vermuteten, dass dort Sandboards verliehen wurden. Das wollten wir auch! Ich bin also wieder nach unten und hab uns ein Board geholt, während René diese wundschöne Landschaft mit der Kamera festhielt. Also ich wieder zurück war, quälten wir uns mit Spitzkehren-Technik (also doch kein Winter ohne Spitzkehren für René! ;)) die Dünen hinauf und surften die Dünen anschließend wieder hinunter. Es war wirklich ein riesen Spaß!



Wir waren nun vor allem eines - voller Sand! Am Campingplatz gab es Gott sei Dank eine (kalte) Dusche. Auf dem Tapotupotu Bay Campingplatz campt man mit dem Strand direkt vor der Türe. Der Platz ist frei von Handyempfang und jeglicher Technik oder anderem Schnickschnack, dafür aber auch frei von Hektik. Das hatte etwas Entschleunigendes, was wir sehr genossen. Als wir wieder sandfrei waren, bauten wir unsere Campingküche auf, starteten die erste Kochsession im Freien, tranken 1,2,3 Gläser Wein und zockten ein paar Runden das Würfelspiel "Qwixx" bis es dunkel wurde.



Tag 3 - Cape Reinga

Am nächsten Tag hatten wir eine lange Autofahrt nach Auckland vor uns, weshalb wir beschlossen nur mehr den Leuchtturm am Cape Reinga zu besuchen und uns anschließend gleich auf den Rückweg aufzumachen. Leider war es an diesem Tag so nebelig, dass man kaum etwas vom Leuchtturm sah. Im Hinblick auf den maorischen Glauben war es aber auch irgendwie passend für diesen Ort.



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