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New Zealand VIII - Wellington und Cape Palliser

Nachdem wir von unserem Programm im Nationalpark gute 60km in den Beinen hatten, hatten wir nichts dagegen nach Wellington zu fahren und dort zur Abwechslung wieder ein bisschen Stadtflair zu genießen.


"Es ist cool, süß, kulinarisch gesegnet und kompakt." (The Guardian)


Dieses Zitat können wir zu 100% bestätigen. Wellington hat für seine nicht einmal ganz 200.000 Einwohner, einiges für Kaffeeliebhaber, Foodies und Kulturfreaks zu bieten. Die (coolste) kleine Hauptstadt ist auch geografisch wunderschön am Hafenrand gelegen und von Natur umgeben.


Um uns möglichst schnell einen Überblick zu verschaffen, buchten wir gleich für den ersten Tag eine Walkingtour durch die Stadt rund um das Zentrum samt Regierungssitz (Beehive). Neuseeland wird von einer sozialdemokratisch-grünen-populistischen Koalition regiert. Premierministerin ist die Parteichefin der Sozialdemokraten, Jacinda Ardern. Eine junge und außerdem ziemlich authentische und coole Frau! (Wer sich selbst davon überzeugen will, schaut sich am besten die Episode von The Late Show von Stephen Colbert an, in der er Jacinda Ardern besucht). Soweit wir das mitbekommen haben ist Jacinda in der Bevölkerung durchaus beliebt. Zum Teil hört man sogar aus Australien, dass sie gerne Scott Morrison gegen die neuseeländische Premierministerin eintauschen würden... ;)


Bei der Tour erfuhren wir außerdem, dass Wellington von aktiven geologischen Störungen umgeben ist, die auf die Plattenbewegungen der Australischen und der Pazifischen Platten zurückzuführen sind. Erdbeben sind aufgrund dessen in Wellington keine Besonderheit. 1855 ereignete sich in der Stadt das größte Erdbeben des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen mit einer Stärke von 8,2. Wellington gilt außerdem als die windigste Stadt der Welt (deshalb auch bekannt als "Windy City"). Im Durchschnitt bläst der Wind an 173 Tage über 60 km/h und 22 weiteren Tage über 75 km/h.


Für den Silvesterabend entschloss sich René der neuseeländisch-italienischen Pizza noch eine Chance zu geben und bewies ein äußerst gutes Händchen bei der Restaurantauswahl. Wir starteten also mit Pizza e Vino und verbrachten die letzten Stunden des Jahres in einer Rooftop Bar, von wo aus wir auch das Feuerwerk um Mitternacht betrachteten.


Am Neujahrstag schliefen wir zuerst einmal aus und frühstückten danach ausgiebig in unserem riiiiiiiesigen Hotelzimmer! :) Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Mt. Victoria, von dem aus man einen schönen Ausblick auf die Stadt hat. 50% von uns statteten anschließend noch dem Nationalmuseum Te Papa einen kleinen Besuch ab.


Am nächsten Tag fuhren wir Richtung Osten zu den Putangirua Pinnacles und anschließend zum südlichsten Punkt der Südinsel, dem Cape Palliser. Wir freuten uns besonders auf diesen Ausflug, weil wir hofften an der Küste Seerobben zu sehen.


Schroffe Felsenlandschaft trifft auf Meer. Die Landschaft beeindruckte erneut. Bei den Putangirua Pinnacles handelt es sich um einzigartige Felsformationen. Ein kurzer Track in der Nähe des Cape Palliser führt zu einem Aussichtspunkt, an dem man das Naturdenkmal bestaunen kann. Der Anblick erinnert an große Stalagmiten.


Am Cape Palliser ist die größte Robbenbrutkolonie der Nordinsel beheimatet. Die Pelzrobben haben spitze Nasen, lange Schnurrhaare, außenliegende Ohren und zwei Lagen Pelz. Wir mussten die Tierchen nicht lange suchen und konnten ihnen ein bisschen beim Spielen und Chillen zusehen.



Der 18 Meter hohe Leuchtturm am Kap wurde 1897 erbaut und kann über 250 Stufen erreicht werden. Oben angekommen wird man mit einem wunderschönen Ausblick auf die Küste belohnt. Ein schöner und ruhiger Ort, um die letzten Eindrücke der Nordinsel aufzuschnappen. Morgen wird es schon weiter auf die Südinsel gehen. Wir könnten nicht mehr gespannt sein, was uns dort alles erwarten wird.



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