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New Zealand X - Nelson Lakes Nationalpark, Hanmer Springs & West Coast

Updated: Feb 13, 2020

Wir spürten jeden Tag wie die Energie wieder zurückkam und fühlten uns bald so gut, dass wir unsere Wanderung zur Angelus Hut, die wir krankheitsbedingt absagen mussten, nachholen wollten. Diese 23km Tour hatten wir eigentlich geplant in zwei Etappen zu bewältigen und auf der Angelus Hut zu übernachten. Leider ist die Hütte im Sommer mehrere Tage im voraus ausgebucht und da wir nicht wussten, wann wir wieder fit genug sein würden und wir Schönwetterwanderer sind, mussten wir die ganze Tour an einem Tag durchziehen. Da wir darauf eingestellt waren, länger unterwegs zu sein, starteten wir relativ früh. Der Wecker klingelte bereits um 5:00. Schnell wurden noch ein paar (Erdnussbutter-Banane und Avocado-Tomaten) Brote geschmiert bzw. belegt und dann ging's auch schon ab auf den Trail.


Der Weg zur Angelus Hut, der Pinchgut Track, führt am Mount Robert vorbei. Als "pain-in-the-ass" Zick-Zack-Weg, der einen schnell über die Waldgrenze bringt, wurde er in einer Rezension beschrieben - wir waren daher auf Schmerzen eingestellt. So schlimm war es aber nicht...kaum waren wir aus dem Wald draußen, wanderten wir einen breiten Grad entlang mit wunderschönem 360 Grad Panorama. Wir kamen vorbei an tiefblauen Seen und balancierten über Felsen bis wir schließlich den Lake Angelus mit der Hütte sichteten. Ein kurzer Abstieg brachte uns schließlich dorthin, wo wir ein Weilchen verweilten und die wunderschöne Umgebung genossen.



Nach kurzer Zeit ging es dann aber doch weiter und zwar durch das Speargrass Valley wieder zurück zum Ausgangspunkt. Wieder wurden wir überrascht von einer neuen Landschaft. Wir wanderten entlang des Speargrass Bachs und querten ihn gefühlt 25 Mal (inklusive kneipen). Die letzten Kilometer verliefen dann wieder durch den Wald, wo wir beide den Parkplatz schon sehr herbeisehnten. Kaum beim Auto angekommen, waren aber alle Schmerzen bereits wieder vergessen, auf uns warteten Pizza und Bier ;)


Nach dieser Wanderung, hatten wir uns einen Tag im Spa redlich verdient. Gut, dass Hanmer Springs als nächste Destination auf unserer Reiseroute stand. Als Must-Do gilt dort das Hanmer Springs Thermal Pools and Spa Schwimmbad, in dem man in natürlich erwärmtes und mineralgefülltes Wasser eintauchen kann - die einzelnen Becken sind zwischen 35 und 42 warm/heiß.



Nachdem die Akkus wieder aufgeladen waren, ging es weiter Richtung Westküste - als erstes zu den sogenannten Pancakes Rocks. Es handelt sich dabei um riesige Felsformationen, die aus dem Meer herausragen. Sie entstanden vor ca. 30 Millionen Jahren aus Fragmenten toter Meereslebewesen und Pflanzen ca. 2 km unter der Meeresoberfläche auf dem Meeresboden. Durch den Wasserdruck verfestigten sich die Fragmente in harte und weiche Schichten. Seismische Einwirkung bewirkten, dass der Kalkstein über den Meeresboden gehoben wurde. Saurer Regen, Wind und Meerwasser waren schließlich für die bizarren Formen verantwortlich.



Etwas weiter südlich gelegen ist die Hokitika Schlucht. Man findet türkisfarbiges Wasser umgeben von üppigem Busch. Der Ausblick dort würde einladen, eine Zeit lang zu verweilen und wenn nur halb so viel Stechmücken und Sandflies herumgeschwirrt wären, hätten wir dies vielleicht auch in Erwägung gezogen...;)


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