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New Zealand XI - Mount Cook Nationalpark

Noch bevor wir uns zum Mount Cook Nationalpark aufmachten, verbrachten wir einen Tag in der Gegend rund um den Arthur's Pass Nationalpark, der etwas weiter nördlich gelegen ist. René hatte ein abenteuerliches Programm für uns geplant. Es sollte zunächst zum Cave Stream Scenic Reserve in der Nähe von Castle Hill gehen, wo man durch eine knapp 600m lange Höhle gehen kann. Es wird empfohlen am Ende der Höhle zu starten und entgegen der Strömung zum Anfang zu waten und klettern. Eine der größten Herausforderung erwartet einen jedoch gleich am Anfang. Damit man sich gleich an die Wassertemperatur gewöhnen kann, steigt der Wasserspiegel im Höhlenausgangsbereich gleich mal auf Bauchnabelhöhe an. Alles klar, das Wasser ist frisch! ;)



Nachdem das erste Becken überwunden ist, heißt es Stirnlampen aufsetzen und Regenjacke anziehen, denn das richtige Höhlenabenteuer sollte nun beginnen. Bald schon waren wir abgeschottet von der Außenwelt und versuchten in der stockdunklen und kalten Höhle möglichst trocken den Höhleneingang zu erreichen. 3 Baby-Wasserfälle, einer Riesenspinne (habe ich (Laura) Gott sei Dank nicht gesehen) und einem Ganzkörperwasserbad (eh klar wen es erwischt hat ;)) später hatten wir es geschafft und kletterten die letzten Meter aus der Höhle hinaus.



Ein bisschen weniger abenteuerlich, aber nicht weniger eindrucksvoll ging es weiter mit den Felsformationen bei Castle Hill. Es handelt sich dabei um unglaublich große Felsen, die am Rand eines Bergtales verstreut herumliegen als wären sie von einem Riesen wie Brösel auf dem Erdboden platziert worden. Es heißt sogar, dass der Dalai Lama hier gewesen sei und den Ort als "Zentrum des Universums" bezeichnet haben soll. Ob diese Geschichte wahr ist oder damit nur ein paar mehr Touristen angelockt werden soll...man weiß es nicht. Die Felsen sind jedenfalls eine Show fürs sich. Richtig winzig fühlt man sich in ihrer Umgebung.



Nun sollte es aber weiter zum nächsten must-see Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands gehen - der Aoraki Mount Cook National Park. Er ist benannt nach dem höchsten Berg Neuseelands (3.724 m), auf dem Sir Edmund Hillary in Vorbereitung auf seine Everestbesteigung trainierte. In ihm befinden sich außerdem die längsten Gletscher mit ihren eindrucksvoll grell-türkisen Seen, aufregende Wanderungen und eine der schönsten Hütten, die wir in Neuseeland gesehen haben. Damit nicht genug, hatten wir traumhaftes Wetter, weshalb sich dieser Nationalpark als wahre Perle in unser Gedächtnis eingebrannt hat.



Schon allein der Weg dorthin war ein Highlight für sich. Mehrere Male mussten wir mit dem Auto links (!) ranfahren, um das wunderschöne Naturschauspiel festzuhalten. Bereits am Lake Pukaki angekommen, erhält man den ersten Blick auf den Mount Cook Gletscher, der hinter dem nicht weniger beeindruckenden See hervorragt. Für den Nachmittag hatten wir noch eine kurze Wanderung (Hooker Valley Track) geplant. Der Weg führt über 3 Hängebrücken ins Hooker-Tal hinein und endet an einem Gletschersee, von dem man aus einen herrlichen Blick auf den Mount Cook und den Hooker Gletscher hat.



Am nächsten Tag starteten wir gleich in der Früh unsere Tour zur Mueller Hut. Am Beginn warteten 2.200 Stiegen, die es zu bezwingen galt (Sealy Tarns Track). Der Weg hinauf war leichter als gedacht, was vielleicht auch an der Tatsache lag, dass ich von ganz unten aus 2 weitere Pärchen auf den Stiegen erspähte, die wir natürlich überholen mussten, worauf sich nun meine gesamte Aufmerksamkeit konzentrierte ;) Nach dem "stairway to heaven" war bereits die Hälfte des Weges zur Mueller Hut geschafft. Der nächste Teil zwischen den Sealy Tarns und dem Pass war jedoch nicht weniger steil, aber auf einem dünneren, felsigen Untergrund. Schließlich folgte ein etwas flacher verlaufendes Teilstück vom Pass bis zur Hütte, das in unserem Fall ein großes Schneefeld darstellte (Stubai-Ultra-Trail-Reminder sozusagen). Als wir bei der Hütte angekommen waren, die im Übrigen nach ihrem nächstgelegenen Gletscher benannt wurde, war jedoch sofort klar, jeder Schritt auf dieser kräftezehrenden Route hatte sich absolut gelohnt...die knallrote Hütte ein Highlight für sich, umgeben von Schneefeldern und Gletschern. Und dann waren da auch noch zwei riesige Scones in unseren Rucksäcken...



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