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Neuseeland XII - Wanaka, Queenstown und Fiordland

Updated: Mar 31, 2020

Wenn wir uns für eine Lieblingsstadt in Neuseeland entscheiden müsste, wäre es vermutlich Wanaka. Oftmals als kleine Schwester von Queensland bezeichnet, muss sie sich jedoch nach unserer Ansicht keineswegs hinter der großen Schwester verstecken. Umgeben von den attraktiven Bergen des Mount Aspiring Nationalparks und schönen Badeseen liegt das hippe Städtchen circa eine Stunde nördlich von Queenstown. Die Stadt ist eigentlich wie für uns gemacht. Viele Sportmöglichkeiten, gemütliche Cafés mit unbegrenztem WiFi zum Studieren und der beste Falafelkebap Neuseelands ;) führten dazu, dass wir gleich mehrere Tage dort verbracht und auch einige Höhenmeter gesammelt haben.


Am Programm stand zu allererst eine Sonnenaufgangstour auf den Isthmus Peak. Die Tour wurde uns empfohlen, um den Massen, die auf den Roy’s Peak strömen, auszuweichen.


Es hieß also mal wieder früh aufstehen – um kurz vor 04:00 Uhr klingelte bereits der Wecker. Stockfinster war es noch als wir vom Ausgangspunkt auf circa 500m aus starteten. Nach den ersten paar Höhenmetern sahen wir bereits die ersten Sonnenstrahlen. Die nächste Stunde wanderten wir wie in Trance, überwältigt von der Ruhe und Schönheit des Sonnenaufganges. Der Tipp hatte sich jedenfalls gelohnt – uns sind am Weg zum Gipfel nicht einmal 10 Leute begegnet. Oben am Gipfel angekommen, waren wir dann sogar ganz allein. Die Sonne warf uns mittlerweile schon ein paar Strahlen ins Gesicht, sodass wir ganz gemütlich unser zweites Frühstück genießen konnten.


Die zweite Wanderung führte zum Rocky Mountain. Eine kurze 3 Stunden (return) Tour mit wunderschönem Ausblick. Und natürlich mussten wir auch noch herausfinden, warum der Hausberg (Roy’s Peak) solche Massen an Touris anzieht.



Wenn man Queenstown mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es mit Sicherheit „Spaß“. Die Fun-City von Neuseeland zieht nicht nur mit seinen schier unendlich scheinenden Aktivitäten Adrenalinjunkies, sondern aufgrund der vielen Pubs, Bars und Clubs auch Partytiger quasi magnetisch an. In Wanaka suchten wir noch verzweifelt nach einer Sportsbar, die es uns ermöglichte alle Thiemspiele bei den Australian Open bis zum Ende zu sehen (Neuseeland ist +2 Stunden zu Melbourne), in Queenstown war dieses Problem Geschichte. Abgesehen von diesen positiven Begleiterscheinungen kann Queenstown mit einem super coolen Berg auftrumpfen – dem Ben Lomond. Die Wanderung dazu geht sogar mitten in der Stadt los. Neben der wunderschönen Aussicht, die man am Gipfel genießen darf, haben wir bei dieser Wanderung einen Kea Papagei getroffen, der uns beinahe unsere Jause stibitzt hätte ;)



In der südwestlichen Ecke der Südinsel befindet sich ein märchenhaftes Land namens Fiordland - von den Maori auch "Ata Whenua" genannt - das durch seine außergewöhnlich schöne Landschaft den Weltkulturerbestatus erhalten hat. Es handelt sich um eine abgelegene und wilde Region mit unglaublich viel Natur. Es ist riesig, ungezähmt und leer, und es ist definitiv ein Must-See auf jeder Neuseelandreise. Seine Küstenlinie ist von 14 Fjorden und Sounds geprägt, die sich über 215 Kilometer erstrecken und von denen die meisten sehr schwer zugänglich sind. Die beiden bekanntesten und relativ leicht zugänglichen unter ihnen sind Milford und Doubtful Sound, obwohl Milford definitiv der am meist besuchtesten ist.


Wir mussten unseren Aufenthalt im Fiordland leider ein wenig nach hinten verschieben, da es einige Tage zuvor heftige Regenfälle gegeben hat, sodass Straßen aufgrund von Überflutungen gesperrt werden mussten. Die Verbindungsstraße Richtung Milford Sound hat es dermaßen schlimm erwischt, dass wir gar nicht mehr dorthin fahren konnten, weil die Straße für mehrere Wochen nicht wieder geöffnet werden konnte. Wir mussten uns deshalb mit dem Doubtful Sound begnügen, was uns allerdings gar nicht lange wurmte, da die Erkundung des Doubtful Sounds sehr viel intimer und friedlicher ist. Um die „Eins mit der Natur Atmosphäre“ am besten zu erleben, entschieden wir uns für eine Kayaktour, die wir auch gleich am zweiten Tag unseres Aufenthaltes im Fiordlandnationalpark erleben durften.


In Neuseeland wird es immer kälter je weiter man in den Süden fährt. Im Fiordland haben wir daher auch unsere kältesten Nächte im Auto verbracht. René hat aber gut vorgesorgt und für mich den Thermo-Schlafsack mitgenommen (eigentlich war er für Kanada gedacht… ;)), in den ich mich eingerollt habe, um in der Nacht nicht zu frieren. Es erklärt jedenfalls auch warum wir uns vor der Kayaktour in 7 Lagen werfen mussten. Im Michelin-Look besprühten wir noch die letzten freien Hautflecken mit Insektenspray, um uns vor den lästigen Sandflies zu schützen und dann ging die Tour los.



Doubtful Sound ist nur mit Fähre und einer daran anschließenden Busfahrt erreichbar. Es ist eine wirklich einsame Gegend dort und fühlt sich uralt an, als ob man einen Eindruck erhält, wie ganz Neuseeland vor der Ankunft der Menschen ausgesehen haben muss.



Auch wenn der Tag, an dem wir Neuseeland verlassen würden, immer ganz weit weg schien, rückte er doch immer näher und war plötzlich da. Es waren unfassbar eindrucksvolle Wochen, voller Abenteuer und einem Highlight nach dem anderen vor allem in Zweisamkeit, aber manchmal auch mit neuen Bekanntschaften. Wir haben das Land und die Kiwis sehr in unser Herz geschlossen und es war klar, dass die weiteren Stopps, es nicht leicht haben würden, da mitzuhalten.


Next stop: Australien.

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