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New Zealand I - Molly and Waitakere Ranges

Updated: Nov 22, 2019


Auckland, die größte und einwohnerreichste Stadt Neuseelands, beeindruckte mich eigentlich schon nach den ersten paar Schritten durch die Stadt. Beinahe an jeder Ecke findet man kleine Cafés und hippe Second Hand Shops, die Aucklander sind offen und ausgesprochen freundlich und wir wurden mit den ersten warmen Frühlingstagen begrüßt. Was will eine Kaffeeliebhaberin, die vor dem herannahenden Winter in Österreich geflüchtet ist mehr?! ;) Und auch René als offen ausgesprochener Nicht-Stadtmensch kann Auckland so einiges abgewinnen. Wie zum Beispiel die fast unendlich scheinbare Restaurantvielfalt, die uns besonders oft verleitet auswärts zu essen. Zum Glück ist Essen gehen im Vergleich zu Österreich hier um einiges günstiger.

So sehr es uns die Stadt angetan hat, so schnell kam dann aber doch bald wieder die Lust nach Natur. Um ins Grüne zu kommen muss man zwar gar nicht weit raus aus der Stadt, allerdings braucht man dafür ein Auto. Wir hatten eigentlich geplant, uns nach der Zeit in Auckland nach einem Auto umzusehen, mit dem wir dann für 5 Wochen durchs Land reisen würden. Nun ist der Gedanke entstanden gleich eines zu kaufen und es bereits vorher für Wochenendtrips zu nutzen. Je länger wir darüber nachdachten, desto besser gefiel uns die Idee. Eine Woche später saßen wir bereits beim Versicherungsmakler und schlossen die Versicherung für unseren Campervan (Toyota Estima Large, auch genannt "Molly") ab. Am nächsten Tag würden wir bereits unser Auto abholen können. Uns beiden war bewusst, dass das Abenteuer nun so richtig losgehen wird.

Dazu muss man wissen, dass campen in Neuseeland mit einem sogenannten "Self-Contained" Auto sehr einfach ist. Self-Contained heißt übersetzt nichts anderes als eigenständig und bedeutet, dass ein Fahrzeug über die folgende Ausstattung verfügt: Frischwasserzufuhr, Waschbecken & Toilette (die man im Auto hat, aber nicht verwendet ;)). Es gibt zahlreiche Plätze, die das Parken über Nacht für diese Art von Autos umsonst erlauben. Und auch das Abstellen auf einem Campingplatz ist ausgesprochen preiswert (zwischen EUR 10 und 25/Nacht)


Als wir dann die Autoschlüssel in den Händen hielten, konnten wir es kaum erwarten zu unserem ersten Roadtrip aufzubrechen. Wir hatten uns bereits am nächsten Tag mit Freunden verabredet in den Waitakere Ranges, 40 Minuten westlich von Auckland, den Te Henga Walkway zu wandern. Es war der Vorschlag meiner Freundin Lena, die bereits seit 4 Jahren in Auckland lebt, uns diesen Küstenweg vom Bethells Beach (Te Henga) zum südlichen Muriwai Beach (oder umgekehrt) zu zeigen, der unglaublich schöne Ausblicke auf die wilde Westküste Aucklands bietet.

Voller Eindrücke von den schönsten Stränden, die die Westküste der Nordinsel Neuseelands zu bieten hat, mussten wir uns langsam überlegen, wo wir über Nacht bleiben werden. Doch das Verlangen das erste Mal zum Strand zu fahren war dann doch größer und so legten wir noch einen Zwischenstopp am Muriwai Beach ein, um dort bis zum Sonnenuntergang zu bleiben. Wunderschön (...und kalt)! ;)

Nächster Stopp: Essen! Auf der Wanderung gab es nur einen Cliff-Bar - ich war daher schon kurz vor hangry, aber Gott sei Dank wurden wir schnell fündig. Mittlerweile war es bereits 21:00 Uhr und nun machten wir uns zum ersten mal ernsthaft Gedanken, wo wir mit Molly über Nacht stehen bleiben dürfen. Zu diesem Zeitpunkt sollten wir also die erste Lektion lernen: Man darf nicht an jeder Ecke in Neuseeland mit einem Campervan parken, insbesondere nicht in der Umgebung von Auckland. Der nächste freie Parkplatz war 50 Minuten entfernt und lag nicht einmal auf dem Weg für unsere Pläne am nächsten Tag...blöd, aber halb so schlimm. 50 Minuten sind auch nur eine Folge des Zeit Verbrechen Podcasts, die bekanntermaßen wie im Flug vergeht. Um 22:30 Uhr kamen wir dann endlich an unserem Schlafplatz an. Ziemlich müde von diesem schönen und ereignisreichen Tag, schenkten wir uns noch einen Schluck Rotwein in unsere (Plastik)-Weingläser (mein Lieblingscampervangadget ;)) ein und ließen den Abend gemütlich ausklingen.


Am nächsten Morgen wachten wir relativ früh auf (die Sonne geht in Neuseeland zur Zeit kurz nach 06:00 Uhr auf) und wurden eher unerwartet mit schönem Wetter überrascht. Also entschieden wir uns kurzerhand irgendwo an den Strand zu fahren. Es ist gut zu wissen, dass sich über Neuseeland ein großes Ozonloch befindet, weshalb die UV Strahlung hier extrem hoch ist. Ich cremte mich daher akribisch mit Sunblocker ein und war bereit für eine Stunde Sonne, Meer und Sand...und René holte sich den ersten Sonnenbrand ;)


Als wir genug von der Sonne hatten, machten wir uns noch auf den Weg zu den Waipu Caves. Es handelt sich dabei um eine Höhle voller Glühwürmchen und Stalaktiten und dann war es auch schon wieder Zeit uns auf den Heimweg zu machen und so stauten wir uns zurück nach Auckland. Aber Hey nach diesen 2 Tagen bringt einen so ein kleiner Stau noch lange nicht aus dem Flow... :)


#auckland #waitakereranges #tehengawalkway #muriwaibeach

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